Wir können uns Euer schlechtes Bildungssystem nicht mehr leisten!

bildungsstreik2009Bereits im Juni diesen Jahres stand für 270.000 SchülerInnen fest: dieses Bildungssystem können wir uns nicht mehr leisten. Seit Jahren werden unsere Schulen kaputt gespart, während PolitikerInnen von der Bildungsrepublik schwafeln. Wir werden immer noch nach der vierten Klasse auf die verschiedenen Schultypen aufgeteilt, obwohl die BRD dafür sogar von der UNO kritisiert wurde. Und immer noch haben Kinder aus armen Familien in diesem Bildungssystem das Nachsehen. Wer arm ist hat kaum eine Chance auf einen höheren Schulabschluss.

Bildungspolitiker aller Parteien haben uns im Wahlkampf Besserung versprochen. Die neue Bundesregierung setzt aber wie die Vorgängerregierungen auf Elitebildung, Begabtenförderung und Selektion auf der einen Seite und Sparmaßnahmen gepaart mit leeren Versprechen auf der anderen Seite. Ihre Maßnahmen zielen allesamt darauf ab, SchülerInnen aus reichen und gebildeten Familien mit kleinen Zuwendungen zu fördern. Stipendien sollen ausschließlich nach Begabung vergeben werden, die Hälfte des Geldes soll von der Wirtschaft kommen. Das bedeutet, dass die heutigen Verlierer dieses Systems kein Geld mehr bekommen sollen, wenn sie sich nicht als besonders begabt hervortun. Wer aber nicht das Glück hat, das Kind reicher Eltern zu sein, den trifft der Sparkurs mit voller Breitseite. SchülerInnen aus Arbeiterfamilien haben nicht das Geld, den wachsenden Druck und das immer schlechtere Lehrangebot mit teurem Nachhilfeunterricht auszugleichen.

Das ist also die Antwort auf unsere Proteste, die nun im dritten Bildungsstreik innerhalb eines Jahres gipfeln sollen. Aber damit werden wir uns nicht zufrieden geben. Am 17. November und in den Tagen danach werden wir auf der Straße deutlich machen, dass wir für unsere Bildung kämpfen. Wir brauchen mindestens 20.000 zusätzliche Lehrerstellen jedes Jahr, wir wollen endlich eine Schule für alle, damit wir nicht mehr nach unserer Herkunft aussortiert werden. Wir wollen nicht für die Interessen der Konzerne ausgebildet werden, wir brauchen keine Kopfnoten und andere Mittel, die uns im Konkurrenzkampf gefügig machen sollen. Wenn sie von zentralen Prüfungen reden, um uns besser vergleichen zu können, wollen sie den Druck auf uns noch weiter erhöhen. All das nehmen wir nicht mehr hin. Deshalb wehren wir uns und damit sind wir nicht allein. Was mit der Unibesetzung in Wien anfing hat inzwischen zahlreiche Nachahmer gefunden. Auch wir werden nach diesem Streik nicht aufhören für unsere Rechte zu kämpfen. Auf der Straße, aber auch in den Schülervertretungen kämpfen wir gegen eine Bildungspolitik, die uns die Zukunft verbaut, die uns nach den Interessen der Wirtschaft sortiert und uns zu Duckmäusern erziehen will.


Eine Schule für alle!

20.000 neue Lehrer jedes Jahr!

Weg mit Turboabi, zentralen Prüfungen und Vergleichsarbeiten!

Verbot von Bücher- und Kopiergeld, kostenlose Bildung für alle!



Presseerklärung des SDAJ Bundesvorstandes
Essen, 10.11.2009

Feier zum 92. Jahrestag der Oktoberrevolution

Lenin-TheNewBrushThatSweepsClean Zur Feier des 92. Jahrestages der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution laden SDAJ Trier und Linksjugend Trier am Samstag, den 7. November zu einer Feier mit Musik und Cocktails in den Infoladen (Hommerstraße 14) ein.

SDAJ solidarisiert sich mit den Kämpfen der lernenden Jugend Östereichs

20091027213009337_1Liebe Freundinnen und Freunde,
liebe Genossinnen und Genossen,

die Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend begrüßt den Ausbruch des Protestes an den österreichischen Hochschulen und wünscht den Studierenden viel Kraft und Durchhaltevermögen für eure Kämpfe.

Auch wenn es natürlich Unterschiede in der Situation vor Ort gibt, ist unser Bildungssystem den gleichen Tendenzen des Bolognaprozesses unterworfen. Die europäischen Imperialisten
fordern einen europäischen Arbeitsmarkt und diesen Forderungen soll sich die lernende und arbeitende Jugend in Europa unterwerfen.

Die Vereinheitlichung der Universitäten und ihre Unterordnung unter wirtschaftliche Interessen dienen der schnelleren und besseren Verwertung der Studierenden als Arbeitskräfte
und dem Vorantreiben der Wissenschaften allein im Interesse der Profitlogik der Großkonzerne.

Die Studierenden wollen aber selber entscheiden was und wie sie lernen. Dieses Recht, das Recht die Welt zu erkennen, wollen sie sich nicht streitig machen lassen und dafür haben sie unsere volle Solidarität.

Auch in Deutschland haben Bildungsproteste an Relevanz zugenommen, und die Themen sind ganz ähnlich. Am 17. November geht der bundesweite Bildungsstreik in die dritte Runde
und wir werden den SchülerInnen, Studierenden und Auszubildenden von den Kämpfen in Österreich erzählen und es wird zur Motivation und Festigung der noch frischen Bewegung
beitragen. Dafür ein Danke.

Wir wünschen euch viel Erfolg für den Kampf und freuen uns darauf, zu hören, dass den österreichischen Studierenden das gelungen ist, was den deutschen nicht gelang; nämlich die
Studiengebühren zu verhindern.

Für das Recht auf freie Bildung!
Weg mit dem Bachelor-Master-System!
Studiengebühren verbieten!
Hoch die internationale Solidarität!

17. November 2009: Die Schulstreiks gehen weiter!

cache_1309284414Am 17. Juni demonstrierten über 250.000 SchülerInnen und Studierende beim bundesweiten Bildungsstreik gegen die Zustände im Bildungssystem. Mit Forderungen nach Abschaffung von G8, Kopfnoten, der sozialen Auslese, und der Einführung von mehrDemokratie, kostenloser Bildung, kleineren Klassen und weniger Prüfungsdruck gingen sie auf die Straße. Nach dem ersten Bildungsstreik im November 2008 haben wir, Jugendliche aus Schulen, Hochschulen und Betrieben gezeigt, dass wir Druck gegen die Bildungskiller in den Regierungen, in Wirtschaftsverbänden und Parteien machen können.

Hier ein Video von den letzten Schulstreiks:

http://www.youtube.com/watch?v=7v61hwDDakI

Den nächsten Schulstreik am 17. November vorbereiten! Solange unsere Forderungen nicht erfüllt sind, machen wir weiter.

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Kein Fußbreit den Faschisten!

Gegen die NPD-Kundgebung am Samstag, den 19.09. in Trier! Nazis abwatschen!

smash-fashismFür den kommenden Samstag hat die neofaschistische NPD eine Kundgebug auf dem Simeonstiftplatz angekündigt.

Das Bündnis gegen Rechts Trier ruft zu einer Gegenkundgebung ab 11 Uhr auf dem Viehmarkt auf!

Mehr Infos unter:
http://19september.blogsport.de/

Aufruf unter Aktuelles

Rettet die Bildung - nicht die Banken und Konzerne

SDAJ Bildungsratschlag

Schueliratschlag3./4. Oktober - Frankfurt (Main), Studierendenhaus (Mertonstr. 26-28)

Workshops > Vorträge > Filme > Party gegen die Bildungskiller!

Kein Werben fürs Sterben!

Keinen Menschen – keinen Cent – keinen Fußbreit der Bundeswehr!

Am 12. und 13. September fand auf dem Gelände des Messeparks Trier eine Jobmesse statt. Den größten Aufwand zum Anwerben junger Menschen betrieb dort ohne Frage mal wieder die offensichtlich von Nachwuchssorgen geplagte Bundeswehr. Mit einem großen Stand, an dem das Leben als SoldatIn im Stile eines Abenteuerfilmes präsentiert und immer wieder die "Sicherheit" des Soldatenberufs angepriesen wurde, versuchten die Damen und Herren Jugendoffiziere neues Kanonenfutter zu ködern.
Transpi-zens
Die AntimilitaristInnen, die sich gegenüber des BW-Standes mit Transparent und Flugblättern postiert hatten, wurden bereits nach ca. zehn Minuten vom Hausherren des Saales verwiesen.

Da die Verteidiger der Interessen des großen Kapitals aber auch ein paar Fahrzeuge und Ausrüstungsgegenstände mitgebracht hatten, ergab sich auch außerhalb der Messehalle noch eine Gelegenheit, echtes Afghanistan-Feeling zu bekommen:

Schaedel-Original

Krieg und kein Ende

Unsere Interessen werden nicht am Hindukusch verteidigt!

Am ersten September jährt sich nun zum 70. Mal der Überfall der faschistischen Wehrmacht auf Polen, der den Beginn des Zweiten Weltkrieges markierte. Nach seiner Niederlage, der Befreiung vom Faschismus am 8. Mai 1945, waren dem deutschen Imperialismus für die nächsten 40 Jahre durch das Vorhandensein eines starken sozialistischen Lagers die Hände gebunden. Nach 1990 gingen die deutschen Militaristen allerdings wieder daran, ihre verlorengegangene Weltmachtrolle Schritt für Schritt zurückzuerobern. Einen Meilenstein auf diesem Weg stellte die deutsche Beteiligung am Angriffskrieg gegen Jugoslawien dar – wohlgemerkt unter einer rot-grünen Bundesregierung.
Seitdem ist die Bundesrepublik stets mit dabei, wenn imperialistische Kriege rund um den Globus geführt werden. Sei es mit der Gewährung von Überflugrechten und nachrichtendienstlicher Schützenhilfe wie beim Irak-Krieg oder ganz direkter militärischer Beteiligung wie in Afghanistan.

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